Am Samstag, den 13. Februar 2010, planten mehrere tausend (Neo)nazis aus ganz Europa in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden aufzumarschieren. Als Anlass wurde dazu, ähnlich wie in den Vorjahren, eine Episode aus dem zweiten Weltkrieg, die Bombardierung Dresden durch alliierte Flugzeuge, künstlich, mit der Absicht der Verdrehung historische Ereignisse, aufgebaust. Dabei sollten aus nationalsozialistischen Tätern „deutsche“ Opfer gemacht werden und der von den Nationalsozialist_innen ausgeführte millionenfache Mord mit einem von ihnen projezierten „Vernichtungskrieg“ der Alliierten gegen die „Deutschen“ gleichgesetzt werden. Die Stadt Dresden sollte dafür als Symbol stehen.
Bereits in den Vorjahren marschierten deshalb tausende (Neo)nazis aus ganz Europa mit steigender Tendenz dort auf. In diesem Jahr, anlässlich des 65. Jahrestages der Bombardierung, sollten es planmäßig 10.000 werden.
Ein überregionales Bündnis hatte deshalb zu einer großräumigen Blockade aufgerufen um ebenfalls ein Zeichen zu setzen und erstmals den (Neo)naziaufmarsch zu verhindern.
Wie geplant wurden deshalb alle wichtigen Zufahrtswege bzw. Wegstrecken durch tausende Gegendemonstrant_innen aus dem gesamten Bundesgebiet und den angrenzenden Staaten seit 9.00 Uhr blockiert. Schwerpunkt der Blockaden war dabei der Albertplatz mit ungefähr 2.000 Gegendemonstrant_innen, die Antonstraße mit mehreren hundert Gegendemonstrant_innen und der Hansaplatz mit ungefähr 1.500 Gegendemonstrant_innen. Diese konnten erfolgreich bis zum Ende behauptet werden.
Die Blockade der Marienbrücke mit ungefähr 300 Gegendemonstrant_innen konnte dagegen nicht aufrecht erhalten werden und wurde durch starke Polizeikräfte, die u.a. mit drei Wasserwerfen und zwei Räumpanzern vorstießen, zwischen 12.30 und 12.45 Uhr aufgelöst.
Zu heftigen Auseinandersetzungen kam es vor allem in der nördlichen Neustadt, von der immer wieder größere (Neo)nazikontingente zu ihrem Aufmarschpunkt, dem neustädtischen Bahnhof, durchbrechen wollten.
Ein erster Schwerpunkt war hierbei der Bischofsweg Ecke Königsbrücker Straße. Dort versuchten zwischen 12.50 Uhr und 13.00 Uhr drei Busse mit (Neo)nazis aus Schmalkalden und Brandis durchzubrechen. Dabei kam es zu einem ersten handfesten Schlagabtausch mit Gegendemonstrant_innen.
Die Auseinandersetzungen setzten sich dann zwischen 13.00 und 13.30 Uhr am Bischofsweg Ecke Förstereistraße und Ecke Alaunstraße fort. Dabei ging die Polizei auch mit drei Wasserwerfern vor.
Eine weitere Auseinandersetzung entwickelte sich ab 13.45 Uhr im Raum Hechtstraße/ Fichtenstraße/Königsbrücker Platz/Rudolf Leonard Straße nach dem bekannt wurde, dass das AJZ Conni von (Neo)nazis angegriffen worden sei. Hier sammelten sich ungefähr 500 Gegendemonstrant_innen.
Als eine Gruppe von ungefähr 500 (Neo)nazis gegen 13.55 Uhr durch die Hechtstraße Richtung neustädtischen Bahnhof durchbrach, kam es vor allem Ecke Fichtenstraße zu heftigen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstrant_innen, wobei es mehrere Verletzte gab.
Indes führten die (Neo)nazis, die ihren Aufmarschpunkt am Bahnhof Neustadt erreicht hatten, dort eine größere Kundgebung durch. Zu dem geplanten Marsch durch die Stadt kam es jedoch wegen der erfolgreichen Blockaden nicht.







































14. Februar 2010 um 19:21 |
der hat seinen pimmel doch garnicht draußen … also ich finde es geschmacklos das mit rein zu nehmen
19. Februar 2010 um 11:46 |
Von wegen Geschmacklos – zeigt doch dieses Bild doch ungeschminkt die Ursache seiner Einstellung
14. Februar 2010 um 22:02 |
[...] flickr.com/photos/theoschneider/sets/72157623308127893/ westhavelland.wordpress.com/2010/02/14/aktionen-gegen-neonazis-in-dresden/ flickr.com/photos/chajmshalom/4356683348/in/set-72157623308562167/ [...]
15. Februar 2010 um 18:36 |
Gute Zusammenfassung. Ich hab ziemlich den Überblick verloren. Deshalb von mir nur ein persönlicher Eindruck. http://berlinist.wordpress.com/2010/02/15/in-dresden-und-friert/
15. Februar 2010 um 19:25 |
[...] 12.02.: klick [hier] und [hier] Samstag, 13.02.: klick [hier], [hier] und [...]
16. Februar 2010 um 10:12 |
[...] Bildergalerie der „Antifa Westhavelland“ – http://westhavelland.wordpress.com (click) (15.02.2010) [...]
16. Februar 2010 um 15:52 |
Schöne Bilder! super das du die Straßennamen und Uhrzeit dazu geschrieben hast! Nur leider hast du dich beim letzten Bild geirrt. Es ist auf der Königsbrücker/Ecke Louisenstr. Trotzdem gelungene Aktion! mfg
17. Februar 2010 um 21:12 |
[...] 1, 2, 3, 4, 5 | Kommentar | [...]
18. Februar 2010 um 13:41 |
[...] http://westhavelland.wordpress.com/2010/02/14/aktionen-gegen-neonazis-in-dresden/ [...]
28. Januar 2011 um 13:40 |
[...] goes Dresden! (Bild via: Antifa Westhavelland Wir möchten an dieser Stelle auf die Mobiseite http://www.MV.dresden-nazifrei.com und auf die [...]
20. Februar 2011 um 19:24 |
…vielen Dank für die Unterstürzung Leute…und schöne grüße an die Heimat…
lg
julius
23. Oktober 2011 um 13:45 |
[...] zur Kundgebung zu eskortieren.Höhepunkt des Versagens der Ordnungskräfte an diesem Tag waren drei fehlgeleitete Nazibusse aus Schmalkalden und Brandis am Bischofsweg in Höhe der Schauburg (Fotos 1 | 2 | 3 | 4), die [...]