Burg blieb Rot

Ungefähr 250 Menschen aus dem gesamten nördlichen Teil der Bundesrepublik waren gestern einem Aufruf der Antifaschistischen Aktion in Burg gefolgt und haben in der sachsen-anhaltinischen Kleinstadt „Gegen Naziterror und Repression“  (1.) demonstriert.

Anlass waren die politisch motivierten Aktivitäten des lokalen (neo)nazistischen Milieus, die von Propagandaaktionen, Teilnahmen an Aufmärschen bis hin zu Gewaltüberfällen reichen, sowie polizeiliche und gerichtliche Maßnahmen gegen Burger Antifaschist_innen. (2.)

Die Ohnmacht, die in der sachsen-anhaltinischen Provinz durch derlei Lebensverhältnisse und staatliche Zwangsmaßnahmen, erzeugt wird, begegnet die Antifaschistische Aktion dabei mit zunehmendem Selbstbewusstsein und ergreift dabei auch selber die Initiative.

Die Demonstration beinhaltete deshalb nicht nur einen explizit antifaschistischen Ausdruck, sondern enthielt in den Redebeiträgen auch ein klares Bekenntnis gegen das kapitalistisch orientierte Staatsgebilde, dem Klüngelei mit (Neo)nazis vorgeworfen wurde und das im Idealfall durch eine, mittels Klassenkampf, erzeugte Revolution, beendet werden soll .

Vor allem aber die lokale Auseinandersetzung mit dem (neo)nazistischen Milieu ist in Burg sehr gut an den Häuserwänden und Laternenmasten ablesbar. So waren entlang der Demonstrationsroute immer wieder Parolen, für die offenbar die (neo)nazistische „Aktionsgruppe Burg“ die Verantwortung übernimmt, sowie Aufkleber des „Freien Netzes“ zu sehen.

Vereinzelt ließen sich auch (Neo)nazis an der Strecke blicken. Die örtlichen Führungskader des Milieus blieben jedoch im Hintergrund verborgen.

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Quellen:

(1.) http://antifademo.blogsport.de/aufruf/
(2.) wie vor sowie Redebeitrag

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