Archive for November 2011

[AFN] Silvio Meier Demo 2011

22. November 2011

Gegen (Neo)naziterror demonstrierten am vergangenen Samstag mehr als 2.500 Menschen in den Berliner Bezirken Friedrichshain und Lichtenberg.

Die jährlich stattfindende Veranstaltung thematisierte neben der Erinnerung an den vor 19 Jahren durch (Neo)nazis ermordeten Silvio Meier auch die aktuellen Ereignisse, die derzeit die gesamte Gesellschaft bewegen. Insbesondere an die Opfer der durch (neo)nazistische Terroristen verübten Anschlagsserie wurde dabei gedacht. Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang der Geheimdienst „Verfassungsschutz“ wegen seiner dubiosen Rolle in diesem Fall.

Ebenso kritisch beleuchtet wurden Aktivitäten von Polizei und Staatsanwaltschaft in Sachsen, die in Zwickau über Jahre eine blutrünstige (neo)nazistische Terrorzelle einfach übersahen, dafür aber gegen Blockierer eines (Neo)naziaufmarsches in Dresden um so härter, sogar bis zur Anwendung des Strafrechtsparagraphen 129a, vorgingen.

Die Silvio Meier Demo begann traditionell an der U-Bahnstation Samariterstraße in Friedrichshain, dem Tatort des tödlichen Angriffs auf Silvio Meier, und führte dann bis in den Bezirk Lichtenberg, einem aktuellen Schwerpunkt (neo)nazistischer Aktivitäten in der Stadt. Dabei führte der Demonstrationszug auch am mutmaßlichen Hauptquartier des „Nationalen Widerstandes Berlin“ in der Lückstraße vorbei. Die Organisation ist die federführende „freie“ Kraft in der Hauptstadt und zeigt sich für zahlreiche Propagandaaktionen verantwortlich.

Zu nennenswerten Störungen des Veranstaltungsablaufs durch (Neo)nazis kam es nicht. Dafür solidarisierten sich aber einige Menschen auf Häuserdächern durch bengalische Feuer und Fahnen der „Antifaschistischen Aktion“ mit dem Ansinnen der Demonstration.

[AW] Sponti in Neuruppin

4. November 2011

Aktion gegen zunehmenden (Neo)nazismus in der Stadt

Gestern Abend haben ungefähr 50 Antifaschist_innen aus dem Raum Westbrandenburg spontan gegen das Erstarken (neo)nazistischer Strukturen in Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) protestiert.

Insbesondere auf die zunehmende Organisierung des lokalen Milieus, die ständigen Aufmärsche so genannter „Freier Kräfte“ sowie die erst kürzlich erfolgte Gründung des NPD Ortverbandes Neuruppin sollte aufmerksam gemacht und Entschlossenheit gegen diese Tendenzen demonstriert werden.

Mit antifaschistischen Bannern und Fahnen zog die Gruppe dabei durch die Karl-Marx-Straße, vorbei am gleichzeitig stattfindenden „Martini-Markt“.
Auf diesem alljährlichen Stadtfest kommt es durch Mitglieder und Sympathisant_innen des (neo)nazistischen Milieus immer wieder zu Handgreiflichkeiten und Pöbeleien gegen Menschen, die nicht in deren Weltbild passen.

An interessierte Bürger_innen wurden dabei Flugzettel mit dem Ansinnen der Aktion verbreitet.

Gegen Ende des Zuges markierte eine Leuchtfakel den Impuls, der den Übergang von Passivität und Ohnmacht hin zum aktiven Engagement symbolisiert.

Jeder soll aktiv werden, dass Neuruppin kein Ort für (Neo)nazis wird!

Antifa Westbrandenburg